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Schwangerschaftsbetreuung

Eine Schwangerschaft ist eine besondere Zeit – voller Vorfreude, aber auch voller Veränderungen im Körper. Damit es Ihnen und Ihrem Kind gut geht, gibt es in Deutschland ein umfassendes Programm zur Schwangerschaftsvorsorge. Diese regelmäßigen Untersuchungen sind weit mehr als reine Routine: Sie sind ein wichtiger Baustein für eine gesunde Schwangerschaft und eine sichere Geburt.

Was bedeutet Schwangerschaftsvorsorge?

Unter Schwangerschaftsvorsorge versteht man alle ärztlichen und hebammengeleiteten Untersuchungen, die während der Schwangerschaft stattfinden. Ziel ist es, Ihre Gesundheit und die Entwicklung Ihres Babys eng zu begleiten.

Dabei werden unter anderem:

  • Wachstum und Entwicklung des Kindes kontrolliert (z. B. per Ultraschall)
  • Ihre Gesundheit überwacht (z. B. Blutdruck, Blutwerte, Urinuntersuchungen)
  • Frühzeitig Risiken erkannt, wie Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck oder Infektionen
  • Fragen und Sorgen besprochen, damit Sie gut informiert und unterstützt sind

        Warum Vorsorge so wichtig ist

        Früherkennung ist entscheidend: Viele Komplikationen lassen sich vermeiden oder mildern, wenn sie rechtzeitig erkannt werden.

        Die Häufigkeit und Inhalt dieser Untersuchungen richten sich nach Vorgaben der Mutterschaftsrichtlinie und werden an die individuelle Situation angepasst.

        Die Kosten für diese Untersuchungen werden in der Regel von allen Krankenkassen übernommen.

              Mehr Sicherheit für Mutter und Kind durch erweitertes Ersttrimesterscreening
              (11. – 14. SSW)

              Das Erweiterte Ersttrimesterscreening ist der Goldstandard zur Ermittlung des Risikos für das Auftreten von mütterlicher Erkrankung in der Schwangerschaft (Präeklampsie*) und zur Berechnung des Riskos für das Auftreten von kindlichen Erkrankungen (organische und genetische Auffälligkeiten).

              Es handelt sich um eine nicht invasive, absolut risikofreie Untersuchung,  bestehend aus einer Blutuntersuchung (aus mütterlichem Blut) und einer Ultraschalluntersuchung.

              *Präeklampsie, auch „Schwangerschaftsvergiftung“ genannt, ist eine ernste, in der Schwangerschaft auftretende  Erkrankung aus der Gruppe der hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen. Sie tritt in der Regel nach der 20. Schwangerschaftswoche auf und geht mit Bluthochdruck und Organmanifestationen einher. Sie ist eine der Hauptursachen für mütterliche und kindliche Komplikationen und kann nicht durch Medikamente behandelt werden. Die einzige kausale Therapie ist die Entbindung des Kindes.

              • Das Risiko für das Auftreten einer Präeklampsie kann ermittelt werden.

              • Ihre Sicherheit: Bei einem erhöhten Risiko kann die Entwicklung einer Präeklampsie durch die prophylaktische Gabe von Medikamenten (z. B. Aspirin) oft verhindert oder deutlich verzögert werden.)

              Mehr Informationen: Flyer Pränataldiagnostik folgt in Kürze